Don’t panic, it’s organic: Bulgursalat (8SP/P oder 6 SP/P) – je nach Portionszahl

Dieses Rezept ist für 4-5 Portionen

Man nehme:

200g Bulgur (trocken)
400ml heisses Wasser
Salz

1-2 kl. Salatgurken (die aus dem türk.Supermarkt)
300g Cocktailtomaten halbiert oder geviertelt
1 Bd. Frühlingszwiebeln
1-2 Spitzpaprika (je nach Gusto)
1 grüne mittelscharfe Pepperoni
2 Zitronen (ausgepresst)
3 EL Olivenöl
Salz/Pfeffer
1 Bd. Minze
1/2 Bd. glatte Petersilie (wenn Supermarkt, dann bitte mind. 1Bd.)

Bulgur mit Salz und 400ml heissem Wasser aufquellen lassen. Gemüse schnippeln: Frühlingszwiebeln in Ringe, Paprika und Pepperoni in kleine Würfe. Gurken dito, Tomaten halbieren oder vierteln. Alles mit dem mittlerweile erkalteten Bulgur vermengen.
Zitronensaft mit Olivenöl vermengen, unterheben. Minze und Petersilie hacken und auch zu  dazu geben. Salzen und Pfeffern nicht vergessen.
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Saftiges Gemüsebrot zum Grillabend (oder überhaupt)

Jetzt wird angegrillt hört man überall, auf unserem kleinen Balkonien würde das eher einen behördlichen Sommerabendeinsatz zeitigen. Hinterher kommen noch die „Guten“ in voller Montur? Also Schluss mit lauschig, dann rappelts im Karton, dann wird da mal näher hingeguckt, andere Saiten aufziehen und so. Wo waren sie letzten Dienstag? Das wird teuer, das sag ich Ihnen gleich. Also grillen wir nicht mit Holzkohle. Aber ohne machts auch keinen Spaß. Das Brot aber, das geht auch ohne Grillen. Das kann man mannigfaltig verwenden. Als Brot, als Grillbrot, als Burger-Brot.

Zuerst mal die Zutaten sortieren, was geben die Schränke her, was verlangt das Rezept?

Man nehme:

1/2 Würfel frische Hefe
etwas Zucker
ca. 100 ml warmes Wasser
300g Mehl
150ml heisse Gemüsebrühe (1/2 TL Instant oder die selbst geschredderte)
5-6 getrocknete Tomaten
2 Paprika (Farbe nach Gusto und Vorrat)
1 EL Olivenöl
1 TL Salz
italienische  Kräuter (Mischung oder frisch gehexelt)

Zubereitung:

Zuerst wird die Hefe zerbröselt und mit Wasser und Zucker verrührt. Beiseite stellen und schäumen lassen. Das Mehl wird in eine Schüssel gegeben und die übliche Vertiefung mittig reingedrückt. Wenn die Hefemischung ihren Zenit des Schäumens erreicht hat, gibt man sie in diese Vertiefung. Dann etwas vom Mehl vom Rand drauf häufeln und vorsichtig verrühren. Dann alles abdecken und am warmem Ort ca. 30 Minuten gehen lassen.

In der Zeit weicht man die getrockneten Tomaten ca 1/4 Stunde in der heissen Brühe ein und würfelt derweil die Paprikaschoten klitzeklein. Tomaten abgießen und in feine Streifen schneiden.WP_20160507_008

Dann nimmt man den Vorteig her und gibt die Tomaten, die Paprikawürfel, Salz, Kräuter, Olivenöl dazu und verknetet alles gut zu einem glatten Teig. Eine Kastenform mit Backpapier auskleiden, Teig hineingeben und nochmals ca. 40 Minuten gehen lassen. WP_20160507_009

Ofen vorheizen auf 160°C Umluft. Dann das Brot auf mittlerer Schiene ca. 45-50 Minuten backen.

Bei 16 Scheiben hat eine dann 2 SP, wenn ihr sie dicker schneidet, müsst ihr umrechnen, je nach Anzahl der (bestenfalls gleichdicken) Scheiben.

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Möhrensuppe mit Linsen (vegan)

Ohne Foto, ohne Foto, ohgottogottogott. Mags trotzdem jemand lesen?

Ab heute sind mir wieder 5-Tage-Wochen vergönnt, da heisst es: vorbereitungsgeeignetes Essen zu fabrizieren, wie immer 4 Portionen (2 Personen x 2 Tage).

Das geänderte Programm gefällt mir ganz gut, nur mit der Oberfläche hapert es noch arg. Liegt nicht nur an mir. Es sind noch nicht alle Features einfach erreichbar (oder teilweise gar nicht).

Auch punktetechnisch hat es einige Änderungen gegeben. Ich begrüße diese Änderungen, auch wenn es bedeutet, dass selbst Magerjoghurt „teurer“ geworden ist. Liegt am Milchzucker. Am Neujahrstag hab ich alles, aber wirklich alles, was ich aß, auf Papier notiert, ohne jetzt irgendeinen Calculator zu nutzen. Ich aß bewusst, hungerte nicht, und da mir irre kalt war, hab ich mir sogar eine komplette Tüten-Hühnersuppe (mit 750 ml Wasser) mit zusätzlich 200g TK-Suppengemüse, Saft von 1/2 Zitrone sowie 1/2 TL Sambal Olek reingeschüttet. Insgesamt aß ich gestern:

Morgens:1 Pck. (100g) Krabben, Restsalat (ohne Öl), 3 Scheibchen Party Vollkornbrot (vom blauen A), 1 gekochtes Ei

Mittags: die ganze aufgepeppte Tütensuppe

Abends: 1 Dose Thunfisch im Saft, als Salat mit Eisberg, Tomaten, Gurke, Paprika, Möhre, Balsamico, Salz u. Pfeffer

Snacks: 1 Orange nachmittags;
und nochmals 3 Scheibchen Party Vollkornbrot mit 3 EL Schafskäse (45%er) (später abends)

Gestern Morgen hab ich dann alles bei WW eingetragen und siehe da: Ich war 6 P unter meinem Limit.

Nun galt es also heute, die erste komplette Arbeitswoche ab Dienstag vorzubereiten. Auf der WW-Startseite sprang mir ohne Suchen und Grübeln die Möhrensuppe mit Linsen ins Auge.

Man nehme (für 4 Portionen):
3-4 Zwiebeln (1)
8-10 Möhren (2)
3 TL Rapsöl/Pflanzenöl (1TL)
240g rote Linsen (Trockengewicht) (60g)
2,6Liter (650ml) Gemüsebrühe (4-5 TL (2TL) vegane! Instant) oder vegan selbstgemacht
Kreuzkümmel, Salz, Pfeffer, Kurkuma
Ingwer, oder andere weitere Gewürze nach Lust und Laune

Zuerst würfelt man die Zwiebeln, die Möhren werden in Scheiben geschnitten. Das Öl in einem großen Topf erhitzen, Gemüse darin anschwitzen. Dann werden die Linsen dazu gegeben, mit angeschwitzt und mit der Brühe angegossen, zum Kochen gebracht und dann ca. 20-30 Minuten köcheln lassen. Einen Teil der Suppe abnehmen, den Rest würzen und pürrieren, dann wieder alles vermengen.

Da die Portionen recht groß ausfallen, habe ich die Mengenangaben für 1 Portion aus dem Ursprungsrezept in Klammern und rot dahinter notiert.

Übrigens: es waren dann 5 Portionen, die P sind aber für 4. Macht nix, hat man was auf der Bank.

Wir „lurchen“ uns vegan durchs Leben mit Resten und Zeitdruck

Not macht erfinderisch. Zur Zeit: Zeitnot! Steht da eben mal wieder eine Tüte Bio-Champis vor der Tür, riesig, nech. Sagt nett: „Guten Abend“, tritt ein, legt sich in den Kühlschrank. Nee,nee. SOOO geht das nicht.

Also die Champis aus der Ruhe gerissen, und dabe noch so gefunden, was man wohl und so weiter und sofort.

Wir haben (nehmen, was wir haben!):

Champis
Zwiebeln
Kartoffeln
Salatgurken
Olivenöl
Sonnenblumenöl
Salz,Pfeffer, Kräuter

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Die Champis grob in Hälften oder Viertel schneiden, vorher Strünke raus, die kann man mitverwenden (ich tus) oder auch nicht.
Zwiebeln: teils würfeln, teils längs in halbe Ringe schneiden.
Lurch aus dem Schrank holen, Spaghetti-Dingens einsetzen.Kartoffeln waschen – nicht schälen, wenn man faul ist – und zu Spaghetti in eine Schüssel lurchen.WP_20150511_004

Gurken waschen, nicht schälen, in 10cm lange Stücke schneiden, in eine andere Schüssel lurchen. Zucker, Salz, Pfeffer draufgeben, etwas weissen Essig drüber, Kräuter nach Belieben und ziehen lassen (Öl kommt später). Es macht nichts, wenn der Salat Saft zieht, denn es gibt keine Sauce.WP_20150511_005Sonnenblumenöl über den Gurkensalat geben, vermengen.

Topf mit kaltem Wasser aufsetzen, zum Kochen bringen, und dann erst die Kartoffelspaggis rein, das ist sicherer, weil sie nur kurz garen dürfen, und wenn man sie in kochendes Wasser tut, hat man den besseren Überblick.

Im Bräter Olivenöl erhitzen, Zwiebeln und Pilze darin anbraten, Mit Pfeffer würzen, kurz vor Schluss frischen Estragon und frische Petersilie sehr feingehackt drüber.

Kartoffelspaggis ins kochende Wasser geben, ein paar Minuten kochen lassen, dann in ein Sieb geben zum Abtropfen. .WP_20150511_007

Auf Tellern anrichten (Salat nicht! separat, dann kann man die Kartoffelspaggis mit den Gurkensalatspaggis besser gemeinsam genießen).

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Guten Appetit.

Kräuterseitlinge mit Chiccorée Salat (vegan) – TY @Schnippelboy

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Da lagen sie genau an dem Tag vor der Tür, als Schnippelboy seine Seitlinge postete. Und da sie nach der Pfanne schreien, habe ich diesem Schreien ein Ende bereitet. Dann lagen noch Champis vor der Tür. Also, alles was vor der Tür liegt, ist aus dem Bio-Laden, und da auch dort die Kundschaft optische Unversehrtheitshansprüche hat, kommen wir so richtig in den Genuss von lauter Bio-Produkten. Nebenbei geben sich Kollegen der Rinderhaltung hin, Geflügel im Garten und auch Jäger nutzen Vollmondnächte auf dem Hochsitz. Die Versorgung ist also gesichert.Eigentlich warte ich nur darauf, dass der Jäger mir mal was vor dieTür legt.

Aber für die Pilze und den Salat brauchen wir weder Geflügel- noch Rinderhirten. Heute ist ohne Fleisch. Und ohne Fleischprodukte.

Wir brauchen für 2 Portionen:

Pilze (hier: Seitlinge und Champis)
1 Zwiebel
1 Bd. Frühlingszwiebeln
fr. Blattpetersilie
2-3 Zehen Knoblauch
1 EL Pflanzenöl
Salz, Pfeffer

Chiccorée
1 Orange
Saft von 1/2 Orange und 1 Zitrone
1EL Pflanzenöl
Salz, Pfeffer

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Die Pilze werden geputzt und je nach gusto geschnitten. Zwiebel pellen, „Bürzel“ ab und längs in Scheiben schneiden. Frühlingszwiebeln putzen und in Stücke schneiden. Blattpetersilie fein hacken. Knoblauch schälen, andrücken und in kleine Stücke schnippeln.

In einem Bräter erhitzen wir 1 EL Öl und werfen zuerst die grob längs halbierten Seitlinge  hinein.und braten sie gut an, Dann kommen Champis und Zwiebel dazu; alles gut vermengen und weiter bräteln lassen, Hitze etwas runter.

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Jetzt den Chiccorée putzen und längs halbieren, in Scheiben schneiden. Die Orange wird aufs Fleisch filetiert und die Filets werden zum Chiccorée gegeben. Zitrone und 1/2 andere Orange auspressen, 1 EL Öl dazugeben, Salz, Pfeffer dazu, umrühren und durchziehen lassen.

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Jetzt können auch die Frühlingszwiebeln zu den Pilzen, evtl. schon salzen, pfeffern, und ganz evtl. ein Schluck Wasser dran.

Kurz vor dem Servieren kommt die Petersilie mit dabei, nochmal umrühren, Dressing über den Salat geben und anrichten.

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Das Ganze hat 3 PP / Portion (alle Punkte aus dem Öl)

Sauerteigbrot „Sista ThankU“

Dieses Brot hat jetzt nichts mit Abnehmen an sich zu tun, außer: die Vor- und Zubereitung.  Bevor ich aber hier ans Eingemachte gehe, möchte ich mich bei meiner geduldigen Schwester bedanken, die das Rezept an anderen Orten gepostet hatte und bei jeder Fehlinterpretation hilfreich eingriff, so das es noch möglich war. Ohne sie hätte ich die Kanalisation, die Müllberge und Kompostdeponien in Nah und Fern mit Versuchsobjekten bereichert.

Fangen wir mal von vorne an. Abnehmen bedeutet ja nicht nur, weniger zuzuführen, als man braucht. Abnehmen bedeutet ja auch, sich mal Gedanken darüber zu machen, WAS man so alles zu sich nimmt. Und es gibt sooooo viele Strömungen. Brot ist nicht mein Favorite. Aber da ich kein Anhänger von LowCarb bin, möchte ich doch wissen und bestimmen, was in meinem Brot so alles drin ist.

Wusstet ihr, dass mittlerweile die Bäcker detailiert Auskunft geben müssen über Zutaten und Nährwerte von jeglichen Brotprodukten? Ich wusste das nicht. Hat unsere ww-coach letzte Woche erzählt. Und das stimmt. Seriöse Bäcker können dir die Zutatenliste nebst Nährwertangaben ausdrucken wie einen Kassenbon.

Nun ist meine Sista aber keine Bäckerin, sondern Fotografin. Und sie ernährt sich auch nicht von Entwicklerflüssigkeit, Brennweite oder Lightroom, sondern von Essen. Und sie postete dieser Wochen ein Rezept.  Von A – Z wurde das da beschrieben. Nun neigte ich aber dazu, das Lesen zu ersetzen durch Interpretieren. Und das ging mehrmals schief.

Also Punkt 1: LESEN, nicht interpretieren. Bei Unsicherheit: FRAGEN. Danke Sista für deine Geduld!

Also: Wer ein Sauerteigbrot backen möchte, braucht zuerst Sauerteig. Den kann man kaufen, oder besser: herstellen! Und das geht so:

Man nehme Tag und Teil 1:

100g Roggenmehl (und nur Roggenmehl!)
100ml warmes Wasser (ca. 40°C)
Beides gibt man in eine gut verschließbare Schüssel und verrührt es mit einer Gabel. Nix Mixer, Nix Küchenmaschine, nix „Teig wolle“. Einfach nur lose verrühren zu einer relativen homogenen Masse.

Dann verschließt man die Schüssel sorgfältig und stellt sie an einen warmen Ort, nicht höher 40°C, aber auch nicht kälter 20°C. Da eignet sich doch ein Badezimmer.  Ich hab die dicht verschlossene Schüssel in ein Handtuch gewickelt und an die Heizung im Bad gestellt. Man kann sie auch auf einen Badezimmerschrank stellen, oder einen anderen Ort, der warm genug ist. Vielleicht in den geöffneten auf 30°C erhitzten Ofen bei geöffneter Ofentür. Aber Schüssel immer verschlossen. Ok. Ihr habt einen Ort gefunden. Da bleibt sie nun für 24 bis 48 Stunden. Ich tendiere zu 48 Stunden.

Teil 2

Ihr geht eurem Tagewerk nach, putzt die Fenster, liebt die Liebe und schwupps di wupps, es ist so weit, 24-48 (bei mir 48) Stunden sind um. Ihr nehmt den Pott, öffnet ihn, das wirft blasen auf der Oberfläche und riecht – sagen wir mal – säuerlich? – Das muss so. Nun gebt ihr wieder 100g Roggenmehl und 100g 40°C warmes Wasser hinzu. Wieder mit der Gabel alles umrühren, Deckel dicht drauf und warm stellen. Nicht über 40°C, nicht unter 20°C. Das braucht wieder 24 Stunden.

Teil 3
Wir haben mittlerweile 400g Vermengulierung. Aber das reicht nicht. Wir geben heute 200g Roggenmehl und 200g Wasser (40°C) dazu, verrühren das wieder mit der Gabel. Und wir kennen uns schon damit aus! Das gibt doch Anlass zur Freude, oder? Wieder Deckel drauf, wieder an einen warmen Ort.
Wieder gedulden wir uns und geben dem Teig 24 Stunden. Bei mir waren es 36 Stunden, weil ich was anderes auf dem Zettel hatte.

Teil 4:
Die Zeit ist um, der Tag verstrichen: Jetzt haben wir 800g Masse, die säuerlich riecht und Blasen wirft.

Teil 5.

Von dieser Masse nehmen wir 100g ab, tuppern sie ein als Sauerteigansatz. Vorrat für die Brote, die zukünftig noch folgen werden wollen. Das stellen wir in den Kühlschrank, dort ist der Ansatz bis zu 8 Tage haltbar. Und wartet auf seine Zukunft.

Zwischenschritt für Körnerliebhaber:

Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne, mit kochender Milch übergießen, eine Weile ziehen lassen. Wer will: getrocknete Tomaten und oder Zwiebeln klitzeklein schneiden in der Zeit.

Die Körner müssen mit heisser Milch übergossen werden, damit sie im Brot nicht knüppelhart daher kommen.
Man kann auch Kümmel, Ingwer, Anis oder sonstwas hernach in den Teig geben. Geröstete Zwiebeln zum Beispiel oder auch Schinkenwürfel. Das alles muss nicht eingeweicht werden. Meine getrockneten Tomaten weichte ich auch nicht ein. Nur eben die Körner.

Dann:

Die verbleibenden 700g des Gemisches geben wir in eine Schüssel. Dazu geben wir: 15 g Salz, aber das erst später!!! Aber schon mal bereit stellen. Also:
750g Mehl (Roggen, Dinkelvollkorn, Weizen oder alles oder teilweise gemischt – ich nahm Roggenmehl und Bio-Dinkelvollkornmehl), Und auch 20-30g frische Hefe bröseln wir hinein. Aufpassen: Die Hefe darf nicht direkt mit  Salz in Kontakt geraten. Da fremdelt die Hefe.
Wir kippen die Flüssigkeit von den eingeweichten Körnern in einen Messbecher und füllen auf mit: warmem Wasser, so dass wir insgesamt 300ml Flüssigkeit haben. Auch diese Flüssigkeit geben wir in die Schüssel. Jetzt können auch 15 g Salz dazu.
Die eingeweichten Körner müssen noch etwas warten.

Jetzt kneten wir das mit den Händen oder mit dem maschinellen Knethaken. Mit den Händen ist urtümlicher, wir spüren die Arbeit „unser täglich Brot“. Für diesen Schritt nahm ich allerdings Knethaken und Kitchenaid. Alles gut und seidig glänzend?

Dann ab damit. Abdecken (mit sauberem Tuch) und an warmem Ort (wo sonst) für 1/2 Stunde gehen lassen.

Jetzt aber wirds heftig. Angenehm heftig. Die halbe Stunde ist um, der Teig ist aufgegangen. Wir bemehlen eine glatte Fläche, welches Mehl ist jetzt mal egal, Hauptsache bemehlt. wir teigschabern den Hefe-Sauerteigklos auf die bemehlte Fläche, bemehlen unsere Hände…. Achtung: Einen Teller mit reichlich Mehl bereit stellen !!

Jetzt wird geknetet, jetzt kann keine Maschine. Irgendwie immer von innen nach außen kneten. Körner drüber. weiterkneten. von innen nach außen, zur Mitte hin einschlagen. Körner drüber, Tomaten drüber (so man getrocknete Tomaten da mitnimmt). Kümmel wäre auch ne Idee. Also, immer von innen nach außen kneten, von außen nach innen einschlagen. Die Hände kleben. mehlen. Auch die Knetfläche immer mehlen. Und dabei immer drehen.

Und dann wird geformt. Man dreht den gewalkten Teich mit der glatten Bodenseite nach oben. Jetzt weiterhin kugelig formen, dabei aber die Oberfläche immer zu den Seiten so wegstreichen, dass oben Spannung entsteht. Dann kann das Bot später gut aufgehen und aufreissen.

Wenn ihr dann die gewünschte Form habt, länglich, rund, rundeckig, gebt ihr den Brotteig auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech.

Wohin wohl????

Richtig: an einen warmen Ort, vorzugsweise auch feucht. Badezimmer!!!  Mit Heizung an.

Aber nur für 60 Minuten, nicht länger. DAS ist jetzt wichtig.

In der Zeit heizen wir den Backofen auf 225°C vor und stellen unten auf ein Rost eine flache Auflaufform voll Wasser. Das muss so, das bleibt so.

Nach den 60 Minuten ist der Ofen natürlich gut vorgeheizt. Darein geben wir richtig schnell (damit keine Badezimmerhitze oder Badezimmerfeuchtigkeit entweicht)  das Blech mit dem Brot.

Das dauert jetzt ca. 60-80 Minuten. Dann ist das Brot fertig und darf auskühlen.  Dafür geben wir es auf einen Kuchenrost.

Anschneiden: Frühestens nach 4 Stunden!

BrotfertigBrot fertig Anschnitt

Die restlichen eingetupperten 100g Sauerteigansatz fristen für die nächsten 6-8 Tage ihr Dasein als der aus den 70ern bekannte Hermann ihr Dasein im Kühlschrank. Sobald das Brot auf den letzten „Knust“ geht, wird Hermann aktiviert. Und das kriegen wir bald. Bleibt dran!

Fenchel-Nudelpfanne (vegan) und abnehmtauglich

Nach langem Umherirren ist mir dieser Tage aufgegangen, dass es so nicht weiter geht. Und mir ist aufgegangen, dass ich hier noch gar nichts gepostet habe. Weil ich einfach noch immer nicht mit wp so richtig klar komme. Aber Verzweiflung übt.

Und da ich letztes Jahr zwar 10 kg abgenommen hatte, aber immer irgendwie den Faden verlor, habe ich mich wieder mit meiner Hassliebe ww zusammengetan. So richtig offiziell. Das Programm hat sich seit 2006 arg geändert und das störte mich auch lange Zeit, irgendwie gibts mir jetzt zu viele Sattmacher (was fürn blöder Begriff), als würde gesundes diszipliniertes Essen nicht satt machen. Morgen geh ich das erste Mal in meinem Leben hin. Seinerzeit machte ich nur 1/2 Jahr online und wanderte dann zu meiga. Da bin ich nach wie vor wieder, ist unabhängig und man trifft dort auf Viele mit gleichen Interessen, die sich nicht nur ums Abnehmen drehen.

Heute gibts es noch ein Essen nach FP berechnet. Ich werde auch immer hinter die Zutaten schreiben, ob es FP oder das „neue“ PPP ist. (oder welche Abkürzung ich auch erfinden werde).

Vegan ist dieses Essen auch, wer noch Parmesan nehmen will: dann ist es vegetarisch.

Aber jetzt legen wir mal los.

Man nehme (für 4 Portionen):

160g rohe Penne (ja, das reicht wirklich!!)
4 Fenchelknollen
4 Zwiebeln
400g gewürfelte Tomaten aus der Dose
Salz, Pfeffer, Rosmarin, Paprikapulver

Die Penne werden vorschriftsmäßig gekocht und ja: diesmal abgeschreckt!

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Während dieser Zeit putzt man den Fenchel, schält die Zwiebeln. Vom Fenchel schneidet man oben die „Finger“ ab, legt sie beiseite. Der Fenchel wird längs halbiert und in Längsscheiben geschnitten, also seitlich. Die Zwiebeln: dito!!! Vom Fenchelgrün bewahren wir etwas auf, die Finger werfen wir NICHT weg. Daraus können wir nämlich einen schönen Fencheltee kochen. Gerade bei Bio-Fenchel bietet es sich an, Abfall zu vermeiden.

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In einer beschichteten Pfanne dünsten wir die Zwiebeln und den Fenchel ca. 10 Minuten an, vlt. etwas länger. Dann geben wir die Dose mit den gehackten Tomaten dazu. Wer noch frische Tomaten hat, die schon weiche Stellen (weich, nicht braun…@Schnippelboy, ich vermeide das Wort Zenitüberschreitung 🙂 gibt sie zuvor schon zum Fenchel-Zwiebel-Gemisch. Dann wird gewürzt mit Pfeffer, Salz, Paprika und Rosmarin.

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Zum Schluss kommen noch die gegarten Penne dazu, unterheben und nochmals 5 Minuten ziehen lassen.  Vlt. noch mal nachwürzen. Dann Servieren, dekorativ mit etwas Fenchelgrün, oder für 4 Portionen eintuppern, dann freut man sich anderntags auf Arbeit.

Pro Portion hats 2 FP, gibt man noch pro Person 1 EL geriebenen Parmesan hinzu rechnet man 0,5 FP/Person hinzu.

Wer nicht ohne Öl arbeiten möchte: 1 EL = 3 FP, das kann man dann auch hoch- bzw. runterrechnen.  Im Rahmen einer Mahlzeit ist es allemal. Und wer abends schon alles verbraten hat, wird sicherlich nicht dieses Essen kochen. Oder eben ohne Käse und ohne Öl.
Ich tendiere (wie so oft) aber zu glatter Petersilie. Ist halt Geschmackssache.

Wie bei allen meinen Rezepten sind sie wandelbar. Magere Schinkenwürfel (oder normale Schinkenwürfel könnten zum Fenchel-Zwiebel-Gemisch gegeben werden), allerdings wäre es dann weder vegan noch vegetarisch. Und zusätzliche FP kämen dann auch hinzu.

Ich bleib heute bei der veganen Variante und habe dadurch morgen und übermorgen im Büro ein leckeres Mittagsmahl. Mr. G. dito.

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Wenn ihr mit der Abnahme beginnt, tut euch anfangs den Luxus, die Küchenwaage zu benutzen beim Abmessen der Portionen.