WW-Hackbraten mit Porrée-Senf-Gemüse u. Bratkartoffelstiften (8SP/P)

Es ist ja nicht so, als sei die Sommerhitze hier im Norden heimisch geworden, eher im Gegenteil. Da darf man also schon mal an Hackbraten denken. Wäre ich im Südwesten der Republik, dächte ich an leckeren Salat mit Avocado und Gambas, bzw., ich läge an einem See und würde an gar nichts denken. Bin ich aber nicht! Ich bin im Norden und widme mich dem Hackbraten.

Man nehme (für 4 Portionen):

4 Stangen Lauch
800g Kartoffeln (festkochend)
2 Zwiebeln
1 Bd. Petersilie (Bd. ist relativ: 2 vom Edeka = 1/4 vom türkischen Supermarkt)
600g Tatar
1 Ei
1 EL Tomatenmark
1 EL Senf
200ml Gemüsebrühe (1TL Instant oder 200ml selbstgemacht)
3 TL Olivenöl

Lauchstangen waschen und in Ringe schneiden, Kartoffeln schälen und in Stifte schneiden (am besten mit der Börner-Reibe, größter Einschub). Zwiebeln schälen und fein würfeln. Petersilie fein hacken.
Bis die Kartoffeln „dran“ sind, die Stifte bitte bedeckt mit Wasser aufbewahren. Sie werden sonst braun und überhaupt: Die Stärke wird durch das Wasser ausgespült. Vor dem Garen abgießen, gut zwischen 2 Geschirrhandtüchern trockentupfen, das verhindert sogar das „letschig“ werden. Gilt übrigens vor allem für selbstgemachte Ofenpommes!

Jetzt Ofen auf 160°C Umluft vorheizen.

Brühe mit Senf vermengen und beiseite stellen.

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Porréeringe in einer großen Auflaufform (bei mir: Jenaer Glas Rechteck) verteilen und mit der Senfbrühe übergießen.
Tatarlaib auf das Gemüse setzen. Dann ab damit auf mittlerer Schiene in den Ofen für ca. 1 Stunde.wp_20170624_17_41_08_pro.jpg

Derweil Öl in einer Pfanne erhitzen und die Kartoffelstifte darin anbraten. Stufe 7 (zuerst) bis 3 (später) dürfte reichen bei beschichteter Pfanne. Dann mit Salz und Pfeffer würzen, Deckel drauf und weiter garen.
Zum Schluss die restliche Petersilie über die Bratkartoffeln streuen und zu dem Hackbraten servieren.

 

 

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Nudelsalat mit Schweinefilet (9SP/P)

 

Heute ist mal wieder Vorbereitung angesagt. 4 Portionen sollen es werden. Es können aber auch (bei gleichen Zutaten) durchaus 5-6 Portionen sein, je nach dem, wieviel/wenig man isst. Dann müsst ihr halt umrechnen.

Die Protagonisten:

550g Schweinefilet
200g Nudeln (Trockengewicht) – bei uns waren es diese Muschelnudeln
Champignons – in Scheiben geschnitten, Menge nach Belieben
bunte Paprika, rote Zwiebel, Salatgurke, Tomaten (Mengen nach Belieben)
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
1-2 Biozitronen (je nach Größe und Saftgehalt)
1 EL Albaöl
2 EL Rapsöl oder Olivenöl
200g Frischkäse (0,2%)
100g Magerjoghurt
50ml Wasser
etwas fl. Süßstoff (oder Zucker, dann aber SPzusätzlich)
Chili (aus der Mühle)
Salz
Blattpetersilie

Die Nudeln werden nach Packungsanweisung in Salzwasser gegart und abgegossen. In einer Pfanne den EL Alabaöl (oder normales Rapsöl) erhitzen, die Filets im Ganzen darin anbraten. Champignons in Scheiben schneiden. Nach dem Wenden des Fleisches die Champignons zufügen und mit anbraten. Wenn das Fleisch innen noch rosa ist (Daumendruckprobe), wird es aus der Pfanne genommen und in Alufolie gewickelt. Das muss noch etwas ruhen! Die Pilze fertig braten, Herd ausschalten und mit 50 ml Wasser ablöschen. Pilze nebst gelöstem Bratensatz zu den Nudeln in eine Schüssel geben. Das restliche Gemüse würfeln und auch dazu geben.
Das Fleisch aus der Alufolie befreien und den Saft mit in die Schüssel geben. Fleisch in recht dünne Scheiben schneiden.
Von der Zitrone erst etwas Abrieb zum Salat geben, dann halbieren, auspressen. Den Zitronensaft mit dem Frischkäse, dem Jogi, Süßstoff, 2 EL Öl, Salz, Chili gut verrühren und zu dem Salat geben, unterheben, vermengen, ziehen lassen.
Die Blattpetersilie waschen und fein schneiden, ab damit auf den Salat.
Das Fleisch kommt erst zum Schluss dazu, wenn es gut ausgekühlt ist. Um Neid zu vermeiden, kann man es auch separat in 4 Portionen aufteilen und separat portionsweise unterheben. Das muss aber nicht. WP_20170308_15_08_04_Pro

Ein Hype erobert die Rezeptewelt. Zu Recht? #Lasagnesuppe für 9SP/Portion

Auch bei WW ist sie nicht nur sprichwörtlich in aller Munde. Was ist dran, an dieser Suppe? Was macht sie zum Hype? Was ist an ihr Besonderes?
Um das herauszufinden, startete ich den Selbsttest. Das Originalrezept hatte ich etwas abgewandelt, da ich schon zwischen Suppe, Sauce, Brei unterscheide.

Zutaten (für 1 Portion):

150g Tatar
1 TL Rapsöl
1 Zwiebel (fein gewürfelt)
1 Knoblauchzehe (gepresst)
1 kl. Dose gehackte Tomaten
1 TL Tomatenmark
300 ml Gemüsebrühe (2 TL Gekörnte oder selbstgemachte Brühe)
Salz,Pfeffer
2 Lasagneblätter
2 TL ital. Kräuter (getrocknet, gerebelt)
1 EL saure Sahne
1 TL Parmsan
1 TL Basilikum frisch, gehackt

Tatar wird in einer großen Pfanne mit dem Öl krümelig angebraten, Zwiebeln und Knoblauch dazugeben, mit anschwitzen, Salzen und Pfeffern. Tomatenmark zufügen und auch etwas anschwitzen!  Dann kommen die Dosentomaten und die Brühe dazu. Alles gut vermengen und im geschlossenen Topf bei kleiner Flamme/Hitze ca. 10 Minuten köcheln lassen. In der Zeit die beiden Lasagneplatten in mundgerechte Stücke brechen und dann in den Topf geben, unterheben und weitere 8-10 Minuten köcheln lassen.

Danach, wenn es fertig ist, evtl. noch etwas Wasser zugeben und mit saurer Sahne, Basilikum und Käse servieren.

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Der klägliche Rest….

Mein Fazit: Sie schmeckt sehr lecker, eignet sich bedingt zum Mitnehmen, aber den Hype versteh ich nicht, wirft er doch Fragen auf.
Also, diese Suppe schmeckt sehr gut. So gut, wie meine Bolognese-Sauce zu Pasta immer schmeckt (wobei da noch kleingehexelte Möhren usw. hinzukommen). Wenn das also zum Hype taugt, sollte ich überlegen, meine Bolognese auf Flaschen zu ziehen und wohlfeil zum Verkauf anzubieten. Ich war mir auch nicht bewusst, dass es diese Suppe unbewusst bei mir des öfteren schon VOR dieser Namensgebung gab. Bolognesesauce übrig?  Wasser dazu, nachwürzen, fertig.
Die saure Sahne allerdings ließ geschmacklich ihre Daseinsberechtigung unbeantwortet. Aber für’s Auge macht sie was her.

Das Rezept ist für 1 Person übrigens mehr als sättigend, auch wenn im Originalrezept weniger Wasser vermerkt ist. Selbst da ist es sehr mächtig. Und in der Mikro am nächsten Tag werden die zerbrochenen Lasagneplatten etwas „lätschert“, ich würde sie das nächste Mal durch 40g Spiralnudeln (Trockengewicht) ersetzen.
Desweiteren schmeckt diese Suppe auch ganz ohne Pastagedöns und spart dadurch Punkte.Sie lässt sich dann leicht in Bolognesesuppe umtaufen, was dem Geschmack keinen Abbruch tut.

 

 

Ofengulasch und Kürbis? 6 SP/Portion

Jo, das geht. Und es geht auch, dass ich mich nicht verrenke, um immer Fotos zu machen. Es geht auch ohne, wer wissen will, wie es geht, der liest, der guckt nicht.

Man nehme (für 6 Portionen):
800g Rindergulasch (Hüftfleisch)
6-8 Zwiebeln
2 Knobizehen
100g getr. Pflaumen
1/2-1 Zimtstange, 2-3 Lorbeerblätter, 6 Pimentkörner
185 ml Rotwein
800 ml Rinderfond (aus dem Glas oder selbstgemacht)
Pfeffer u. Salz
1 kl. Hokaidokürbis

Ofen auf 200° Umluft vorheizen, ohne Umluft auf 220°, Gas auf Stufe 4
Nun gehts los: Backpflaumen vierteln, Zwiebeln u. Knobi würfeln. Dies zusammen mit dem Gulaschfleisch, allen Gewürzen, Wein, 600ml vom Rinderfond in einen großen Bräter geben, vermengen, Salzen und Pfeffern, abgedeckt 2-2,5 Std. schmurgeln lassen.
In der Zeit Hokaido waschen, halbieren, Kerne entfernen und mit Schale in grobe Würfel schneiden. Nach diesen 2-2,5 Std. die Kürbiswürfel mit in den Bräter geben und die restlichen 200ml Fond aufgießen. Evtl. etwas mehr. Oder ein Schluck Wasser.
Gut alles vermengen, und offen ohne Deckel für weitere 30 Minuten im Ofen garen lassen.
Vor dem Servieren Lorbeerblätter und Zimtstange entfernen (so man sie noch findet).

 

Rinderhüftsteak mit „Gomera“-Salat (Low Carb) – 10 SP/P

Weight Watchers meets Low Carb. Nein, ich werde nicht auf diesen LC-Zug aufspringen, aber manchmal ist unser Essen Low Carb, genauso, wie es manchmal vegan oder vegetarisch ist.

Man nehme (für 2 Portionen):

Für den Salat:
1/2-1 Römersalat
1/2 Cebolla dulce (oder Gemüsezwiebel)
1/2-1 Salatgurke
1 Spitzpaprika (rot)
1 Fleischtomaten
1/2 Bd. Blattpetersilie
1 Banane
2 Zitrone (ausgepresst)
1 Knobizehe (gepresst)
2 EL Wasser
2 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer

Für die Steaks:
2 Rinderhüftsteaks à ca. 200g
1 EL Pflanzenöl
4 Tomaten
1/2 Cebolla dulce (längs in Scheiben geschnitten)
1 Knobizehe
Salz, Pfeffer
ansonsten: Alufolie

Salatzutaten putzen, ist klar. Römersalat in mundgerechte Stücke schneiden, Zwiebel schälen, in halbe Ringe. Salatgurke schälen, längs halbieren, und in Scheiben, Spitzpaprika vierteln, entkernen und in Streifen schneiden, Tomaten vierteln, auch in Scheiben. 1 Zitrone auspressen.Banane in Scheiben schneiden und sofort mit dem Saft der einen Zitrone beträufeln. Petersilie hacken.
Dressing: 2. Zitrone auspressen, mit Olivenöl, Wasser, gepresster Knobizehe, Salz u. Pfeffer verrühren

Dressing aber erst zu den Salatportionen auf Teller oder Schälchen geben. Dann hält sich der „Restsalat“ länger.

Steak:  Fleisch kalt abwaschen abtrocknen und ruhen lassen. Knoblauch fein hacken. Das Öl in einer gusseisernen Pfanne erhitzen, Steaks hineingeben und von beiden Seiten kurz anbraten (Zeit richtete sich halt danach, ob rare oder medium), Knoblauch hinzugeben, salzen, pfeffern, Fleisch noch mal wenden aus der Pfanne nehmen und in Alufolie wickeln. Die Zwiebelscheiben und Tomaten in die Pfanne geben und braten.

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Wer auf „Sättigungsbeilage“ nicht verzichten will macht z.B. Pommes dazu (Ofen oder Actifry, selbstgeschnitzt oder TK) Das kostet aber extra! Männerteller fertig2

Gulaschtopf auf Vorrat oder für lieben Besuch

Gulaschtopf

Um Essen mit ins Büro zu nehmen, ist – trotz diverser TupperWarmmachBehältnisse – ein Eintopf doch am einfachsten zu bewerkstelligen.

Nach einem durchwanderten Wochenende an der Mosel

http://www.traumpfade.info/traumpfade-rhein-mosel-eifel/mosel/eltzer-burgpanorama/

mit abschließender Burgbesichtigung in Cochem, 2 Übernachtungen in Müden im Hotel Sewenig (unschlagbare Preise für Einzelreisende) mit Hirschgulasch und anderntags Pfeffersteak, hatte mich der Alltag wieder eingeholt. Montag hatte ich noch frei, konnte mich aber kaum bewegen. Es war kein Muskelkater, es waren die Kniekehlen und die Fußoberseite, die hauptsächlich katerten. Der Weg war wirklich traumhaft, bis, ja, bis wir zu der Steigung kamen nach der Mühle. Als echter Flachlandtiroler war es ungeübt eine Herausforderung, die ich aber bewältigt hatte. Dienstag und Mittwoch – ich gebs zu – gab ich mich beim Gong um 12.30 Uhr einem WW-Fertigmenue aus dem Kühlregal hin. Aber dann war Schicht im Schacht, es juckte mir in den Fingern, Einfach sollte es sein, vorratstauglich und lecker.

Ich konsultierte den Kühlschrank meines Vertrauens, da lag Staudensellerie. Jepp! Gebongt. Ich bemühte auch nicht irgendeinen Rezepteplaner, Rezeptgenie (dieses Feature bei ww liebe ich direkt), sondern wusste: Gulaschtopf. Warum das irgendwas mit Gulasch zu tun hat: keine Ahnung, ich nenne es so.

Man nehme:

500g mageres Fleisch (Rind, Geflügelbrust – je nach Belieben)
600g Kartoffeln
2 gr. Zwiebeln
2-3 Stangen Sellerie
4 Paprika (bunt oder grün)
2-3 Zehen Knoblauch
1 Dose Kidneybohnen
1 Dose Mais
3 Dosen verhackstückte Tomaten
2-3 Lorbeerblätter
1 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer, Chilli, Tabasco, Kümmel, Sternanis
100 ml Gemüsebrühe (selbstgemacht oder 1,5 TL gekörnte Biobrühe)

Zuerst guckt man, wo sich der große ovale gusseiserne Bräter im Schrank versteckt.

Man kann alle Zutaten nach und nach vorbereiten, aber ich bin so ein Mis en place Freak, weil ich Angst habe, sonst irgendetwas zu vergessen. Also:

Kartoffeln schälen und würfeln, Zwiebeln schälen und fein würfeln. Paprika waschen, entkernen und fein würfeln, Sellerie säubern und von den Fäden befreien, längs in 3 Stränge schneiden und auch fein würfeln. Fleisch abtupfen und in Würfel schneiden. Mais und Bohnen abtropfen lassen. Gewürze bereitstellen, Brühe zubereiten, Tomatendosen öffnen. Knobi schälen, grob in Stücke schneiden und mit 1 TL grobem Salz, Kümmel und Anis (beides frisch gemahlen) im Mörser zerstampfen.

Jetzt wird der Topf erhitzt, das Olivenöl hineingegeben und dann das Fleisch. Natürlich pappt das wg. der Hitze erst an. Macht nix. Umrühren, wenns geht. Das Fleisch muss keine Farbe ziehen. Dann geben wir auch bald Zwiebeln dazu, wenden wieder und nun folgen Kartoffeln, Paprika und Sellerie. Alles gut verrühren, kurz anschwitzen und dann mit der Brühe ablöschen. Wieder vermengen. Jetzt kommen schon die 3 Dosen Tomaten hinein, das Knobi-Salz-Anis-Kümmel-Gemisch, Chilli (auch aus der Mühle), Pfeffer, Tabasco und die Lorbeerblätter. Einmal kurz aufkochen, danach Bohnen und Mais dazu Hitze runter und für ca. 45 Minuten köcheln lassen.

Wenn alles fertig ist, in mikrowellen- und TK-geeignete Behältnisse portionieren.

Diese Menge reicht für 6 gute Portionen à 7 PP. Bei 8 Portionen sinds dann 5 PP.