Begleiterscheinungen und Kreislaufwirtschaft

Wenn man abnimmt, ist dies mit Begleiterscheinungen verbunden. Teils jauchzend, teils fluchend nimmt man sie zur Kenntnis. Da heisst es: OBACHT, Prioritäten setzen, das kleinere Übel in Kauf nehmen und eventuell entgegenwirken.

Das Jauchzen widerum wird nicht nur vorschriftsmäßig zelebriert. Wieder eine Hose zu weit, juchu!!! Da kann man bald mal den Koffer mit der Kleidung öffnen, auf dem ein dicker Zettel klebt mit den Worten „ZU KLEIN“. Und zwar richtig zu klein. Man kann ja schon mal gucken, ein neues kleines Ziel kreieren.

Kommen wir zu den verfluchten Nebenwirkungen… für alle, die mir folgen, aber nicht abnehmen: Um das Problem, diese Begleiterscheinung zu verstehen, nehmt bitte einen schönen Luftballon und blast ihn prall auf, knotet ihn zu und lasst ihn liegen. Bis morgen, das dürfte reichen. Und dann (im Thriller wird jetzt unten das Datum des nächsten Tages nebst Uhrzeit eingeblendet), nehmt ihr den Ballon zur Hand, knotet ihn auf und lasst die Luft entweichen. Na? Wie sieht er jetzt aus? So wie er einstmals ungefüllt aussah? Mitnichten. Dellig zumindest. Faltig, gar lappig. Je nach Dauer der Überdehnung der Luftbalonhaut. Und mit der Haut eines abnehmenden Menschen geschieht das Gleiche.

Nicht schön, dieses Thema? Hier ist ja gar kein Rezept? Kommt noch, ruhig Blut.

Wir können Sport treiben, aber Sport verhindert während der Abnahme lediglich den Muskelabbau, zeitigt aber keinen Muskelaufbau. Und die Haut und das erschlaffte Bindegewebe haben mit Muskeln so viel zu tun, wie ein Fisch mit einem Fahrrad. Können wir also diese Erschlaffung von Haut und Bindegewebe verhindern? Ich antworte mit einem klaren Jain mit Tendenz zum Nein. Die Luft (das Fett) ist nun mal raus, die Hülle bleibt, die nimmt nicht ab. Die ist nicht betroffen von welcher Abnehmmethode auch immer. Einen Vorteil von WW möchte ich erwähnen: man nimmt langsam ab und hat daher auch Zeit, sich um dieses irgendwann auftretende Übel zu kümmern. Nur wie????

Der Markt gibt mannigfaltige Mittelchen her. Teils gegen Cellulite, teils gegen Schwangerschaftsstreifen, teils bekannte Marken, teils unbekannt. Aber immer mit einer Geldausgabe verbunden, die den faktischen Nutzen übersteigt. Ich möchte hier jetzt natürlich keine Namen nennen. Kennen wir alle. Nachdem wohl festgestellt wurde, dass Koffein gut für erschlaffte Haut sein soll, boomt auch der Markt. Darfs nen Euro mehr sein? Wendet man diese überteuerten Mittelchen an, erscheint die Haut bei regelmäßiger (!!!) Anwendung natürlich besser, was aber wohl daran liegt, dass man sich plötzlich um die eigene Haut mehr kümmert.Andererseits sind mir diese koffeinhaltigen Lotionen nicht feuchtigkeitsspendend genug.

So kam es dazu, dass ich u.a. auch hier bei wordpress einen Beitrag fand zu Koffeinpeeling. Eine Bekannte schwor schon vor Jahren darauf. Nicht gekauft. Nein, selbstgemacht. Hat man doch alles im Haus.

Man nehme:

2 Teile Kaffeesatz aus dem Kaffeefilter
1 Teil Rohrzucker oder Haushaltszucker
Sonnenblumenkernöl, Sojaöl (je nach Belieben, nur kein Rapsöl!!)
einige Tropfen naturreines kaltgepresstes Orangenöl
ein Weckglas
Zutaten

Zuerst lässt man den Kaffeesatz gut durchtrocknen, am besten auf der Fensterbank, öfter mal umrühren. Das kann einige Tage dauern. Dann vermengt man ihn mit dem Zucker im Verhältnis 2:1 (Kaffee : Zucker). Rohrzucker ist grobkörniger, da ist bei aller Liebe normaler Haushaltszucker vielleicht besser geeignet.

Diese Mischung geben wir in das Weckglas und füllen mit Öl und den paar Tropfen Orangenöl (wer will nimmt Zitronenöl oder eben was er/sie gerne riecht) auf, bis ein sehr dicker Brei entsteht (umrühren!!). Es darf nicht zu weichbreiig sein.
Deponiert wird das Gefäß dann im Bad, ist ja viel einfacher.

Anwendung in der Dusche:

Duschen wie gewohnt, mit allem PiPaPo. Abbrausen. Dann nehmen wir etwas von dem Kaffesatzpeeling (ich habe einen alten Eierlöffel dazu auserkoren) und massieren damit Oberschenkel, Bauch, Oberarme, Brust, Po, ja, auch Unterschenkel / Waden, denn diese sind sehr trocken bei mir, und der Kaffeesatz alleine ist ja schon ölhaltig. Dann noch das zugefügte Öl… Die Haut wird zart und weich, duftet dezent und man muss nach der Dusche nicht mehr eincremen – was ich eh immer aus Zeitmangel vergaß. Früher. Danach alles abspülen (natürlich auch die Dusche an sich, das kleckert etwas). Zum Schluss noch kalt überduschen. Das ist – wenn man es nicht gewohnt ist (so wie ich) – zuerst hart, aber hinterher ein tolles Feeling.

Und ob nun das Koffein wirklich so wirkt, sei dahingestellt, ich betreibe keine Forschung. Was aber wirklich wirkt, ist die Tatsache, dass ich meinem Körper Gutes angedeihen lasse. Und das ist die Hauptsache.Ich nutze es tatsächlich jeden Tag.