Brokkoli-Blumenkohl-Auflauf (vegetarisch)

Heute gibt es nicht viele Bilder! Heute gibt es einfach nur Auflauf.

Man nehme (für 4 Portionen):

500g Blumenkohl
500g Kartoffeln (mehligkochend)
Salz

250ml fettarme Milch
Pfeffer
frisch geriebene Muskatnus
1-2 TL Zitronensaft
1 TL Senf
2TL Butter (gestrichen, also sparsam)
1 Prise Zucker
2 gute EL frisch gehackte Petersilie
1 Spritzer Maggi (kann, muss nicht)
ca. 100ml Kochwasser
2 Brokkoli (insgesamt 1000g)
100g geriebener Käse (Gouda, oder Ahnliches)
20g gehackte Mandeln

Zuerst die Kartoffeln schälen und klein würfeln. Blumenkohl in Röschen schneiden. 500g der Blumenkohlröschen mit den Kartoffeln in gesalzenem Wasser ca. 15 Minuten garen. Dann abgießen, aber das Kochwasser auffangen. Die übrigen Blumenkohlröschen aufbewahren:

Während das kocht, zerteilen wir die beiden Brokkoli in kleine Röschen und vermengen sie sachte mit den übrigen Blumenkohlröschen und geben Beides in eine genügend große Auflaufform. Ich nehme dazu die längliche hohe Jenaer Glas Schüssel.

Ofen auf 180°C Umluft vorheizen!

Nun die gekochten Kartoffelwürfel und den gekochten Blumenkohl (500g) mit dem Stampfer zerdrücken und Milch, Muskatnus, Senf, Butter, Zucker, Zitronensaft hinzufügen. Auch die fein gehackte Petersilie mit unterrühren und bei Laune noch den Spritzer Maggi. 100 ml Kochwasser (mehr oder weniger) dazugeben, damit es eine sämige nicht zu dünne Sauce wird.

Diese Kartoffel-Blumenkohlsauce über den rohen Kohlröschen verteilen. Wenn nötig, die in der Form befindlichen Röschen etwas anheben, damit die Sauce auch gut verteilt wird.

Wenn alles schön aussieht, die gehackten Mandeln und den Käse drüber streuen. und ca. 45 Minuten (bei dieser hohen Form waren es 60 Minuten) garen.

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Butter bei die Fische: Andere Anpupen ist oft ein hilfreicher Spiegel! …Für meinen Geburtstagsbruder

Heute geht es nicht nur um ein Rezept, das kommt auch noch. Heute geht es um den Spiegel. Nicht den aus Glas, nicht optisch, sondern argumentativ. Meine Rezepte zum Abnehmen schmecken mir alle, auch in diversen Foren gibt es immer viel zu entdecken und nachzukochen. Mache ich gerne, keine Frage. Aber: Ich schlunze. Ich schlunze seit Wochen um die wirklich guten Mahlzeiten herum. Morgens! Dabei hab ich alles, was ich brauche, um den Tag im Limit zu bestreiten. Auch im Büro. Joghurt, Obst, Gemüseschnitze, Knäcke, Auflage, oder morgens wirklich sättigendes Vollkornbrot mit passablen Dingen drauf. Was mache ich? Ich schlunze zum Büdchen, hole mir 2 (ZWEI) belegte Brötchen (Butter, 2 Scheiben Käse, Mayo, Hackepeter, oder manchmal sogar diese Käsebrötchen mit Chickennuggets, ordentlich Mayo….), ärgere mich schon vorher, aber ich höre ja nicht auf mich. Dann findet sich in irgendeinem Bürogefrierfach noch Allgemeinheitseis, das darf ja nicht umkommen. Mittags gibts dann planmäßiges Essen, abends auch. Und trotzdem ist der Tag versaut.

Und dann hab ich da heute Termin mit nem Kollegen, der übrigens auch abnehmen möchte, es aber einfach nicht „schafft“. Und was kann ich dann schlau schwätzen! Ja, da hab ich theoretisch gut reden. Ich hab ihm einiges an den Kopf geknallt. Sein Argument, beim Abnehmen müsse man auf alles Leckere verzichten, ließ ich nicht gelten. Man muss verzichten, ja. Aber nicht auf leckere Sachen, sondern auf jahrelange Ess-Gewohnheiten. Ach was. Guck mal, wer da spricht, denke ich jetzt so und schaue in den mentalen Spiegel. Ich hätte genausogut mich zur Schnecke machen können. Hätte gepasst. Total gepasst. Naja, ich habe ihm denn noch einige schöne ww-Rezepte ausgedruckt und gleich werde ich kochen für morgen und übermorgen. Und ich möchte ihm eine Portion davon abgeben.

Und jetzt mache ich Gemüse-Reis-Tatar-Pfanne für 7PP/Portion (bei 4 Portionen)

Man nehme:

120g trockenen Reis
500g Tatar
1 große Zwiebel (2 mittlere oder 3 kleine)
1,5 Paprika
2 Möhren (oder 3, je nach dem, wie viele vorhanden sind)
1/2 Zucchini
1 Bd. Frühlingszwiebeln (Lauchzwiebeln)
250g Bio-Champignons
4 Zehen Knoblauch
1 Chilischote
Abrieb von 1/2 Biozitrone
1 Tomate
1 kleine Dose Tomaten
Thymian, Salz, Pfeffer (die üblichen Verdächtigen eben und je nach Laune)
frische Blattpetersilie

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Zuerst kochen wir den Reis nach Packungsanleitung, geben Salz und etwas Thymian ins Kochwasser, gießen ihn ein Sieb und schrecken ihn ab. Er soll auskühlen. (Zwischen Kochen und Verzehr ausgekühlte Nudeln/Kartoffeln/Reis sollen weniger Kcal haben, als direkt weiterverarbeitete, ob das stimmt, weiss ich nicht. Außerdem soll es dann für mind. 12 Std. in den Kühlschrank bei 4°C) Die Zeit hab ich nicht, Aber mal Reis/Nudeln vorkochen, portionsweise Einfrieren, das wäre eine Alternative. (Spart auch einen Arbeitsgang, wenn derlei vorbereitet ist). Egal, ich zähle die Plöpps, wie sie im Buche stehen. Man muss nicht jedem Trend hinterherlaufen. WP_20150810_001

Der Reis kühlt, da kann man die Gemüse schnippeln: Zucchini, Paprika und Zwiebeln in Würfel, Champignons in Viertel oder so, Frühlingszwiebeln in Ringe. Chilischote zerteilen wir grob, ab in den Mörser, etwas Salz drauf und den Zitronenabrieb. Knobi  würfeln, das untere der Petersilienstengel in feine Ringe, auch in den Mörser sowie das innere Saftige der Tomate.  Das wird dann da schön zermanscht. WP_20150810_004 WP_20150810_005 WP_20150810_007

Übrigens: hat wer Fenchel, Chiccoree oder Kohlrabi im Haus, Brokoli, oder Aubergine? Frische grüne Bohnen? Auch kleine Mengen! Alles kann genutzt werden. Bei mir waren es die Champis aus dem Bioladen, die waren nicht geplant, die lagen vor der  Wohnungstür zusammen mit frischem Rosmarin und baten um Einlass.

Da die Gemüsesorten verschiedene Garzeiten haben, schnippel ich sie in 2 Schüsseln: Paprika, Möhren, Zucchini, Zwiebel in die eine, Champis und Frühlingszwiebeln in die andere. Dazu kommt dann noch der Rest der ausgequetschten Tomate.

Bei diesen Mengen an Zutaten für 4 Portionen, kann man nicht hungrig bleiben. Ich vermute, es reicht auch für 5.

Jetzt setzen wir den viereckigen Bräter auf den Herd, wer so einen nicht hat, nimmt den Ovalen und gibt 2 TL Öl hinein. Mit dem Backpinsel das Öl verteilen, dann reicht das auch. Keine Bange. Auf großer vorgeheizter Stufe dann das Tatar hinein und krümelig anbragen, dann die Schüssel mit den „harten Gemüsen“ hinzu, mit anbraten. Hitze runterregeln, das findet sich alles. Dann und wann wenden und rühren.

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Jetzt kommen die „weichen“ Gemüse dazu, wenden, drehen, man will ja Zeuge sein beim Garprozess. Alles paletti? Reis rein! Dosentomaten rein und nicht vergessen: Den Inhalt aus dem Mörser!!!

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Portioniert abfüllen, Petersilie hacken und frisch üer die Portionen streuen.

WP_20150810_022Und: es reichte für eine 5. Ration!!! Ich ändere die PP/Portion  deswegen jetzt nicht!

Gefüllte Zucchini für 6pp/Portion (0 an Sattmachertagen)

Heute war wieder so ein sonniger Tag, und es gibt wieder etwas ohne viel Rühren und am Herd stehen. Natürlich muss geschnippelt und vermengt werden.

Man nehme (für 2 reichliche Portionen):

2 große Zucchini
1 große Zwiebel
1 grüne Paprika
40g trockenen Reis
2-3 Spritzer Worcestersauce
Salz, Pfeffer, Chilli aus der Mühle (Gewürze/Kräuter nach Gusto)
1 kl. Dose gestückelte Tomaten, 2 Knobizehen

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Zuallererst kochen wir den Reis nicht zu weich. Das kann man auch schon gut vorbereiten, da er eh auskühlen muss.

Ofen auf 190°C Umluft vorheizen.

Dann nehmen wir das Tatar und geben es in eine Schüssel. Dazu kommen: klein gewürfelte Zwiebel, klein gewürfelte Paprika, Salz, Pfeffer, der kalte Reis, die Spritzer Worcestersauce, Paprika, Chilli gemahlen. Alles richtig gut vermengen, aber so wirklich richtig gut, am besten mit der Hand.

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Nun werden die Zucchini gewaschen und längs halbiert, Kerngehäuse entfernen!

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Die Hackfleischmischung füllt man in die Zucchinihälften. Da kann man schon mal Druck ausüben 🙂

Wenn die ganze Mischung in den Zuchinihälften verschwunden ist, legen wir sie in die Auflaufform(en) und schieben sie auf mittlerer Schiene in den Ofen für 30 – 40 Minuten.

Derweil die Tomatendose in den Blender entleeren, die beiden Knobizehen dazugeben und auf höchster Stufe pürrieren. 10 Minuten vor Ende der Garzeit der Zucchini: Ofen auf, Rost rausziehen, Tomatensauce drüberkippen, reinschieben, Tür zu und dann ists bald fertig!

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Wer es stückiger mag: Stückige Dosentomate in Schüssel geben, Knoblauch hineinpressen und umrühren. Sieht optisch sogar schöner aus, als das „ge-blenderte“.

Wenns fertig ist, dann guten Appetit.

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Hamburger, Beefburger, Vollkorntoastbrötchen – abnehmtauglich

Ich bin schon lange um dieses Rezept herumgeschlichen, and yesterday was the day. Der Tag war easy. Die Sonne scheint, die Sauna lockte, am Pool war eine Liege frei, die ich ausgiebig und lange nutzte. Heute wieder. Aber das nur am Rande. Eigentlich hatte ich für gestern Gambas à la Plancha con Mojo verde auf dem Plan, aber für richtig gute Gambas (mit Kopf und Schale) hätte ich in den Fischereihafen fahren müssen. Kein Bock. Das Rezept steht aber schon in meinem „unplugged“-Blogg unter Entwürfe. Allein, es fehlt die Umsetzung. Macht nix, oder? Wir sind ja flexibel.

So ein Samstagabend schreit nach schneller Küche. Schnelle Küche will vorbereitet sein. Da so ein vertikaler Hamburger oft schwierig zu essen ist, entschied ich mich für die biobio FinnToastBrötchen von Onkel A. in Nord. Das nur so am Rande. Richtige Burgerbrötchen hätte ich eh verschmäht, die schmecken mir nicht. Richtige „normale“ Brötchen würde meiner rudimentären Esskultur folgend, eine Sauerei sondergleichen bedeuten.

Man nehme für 3 Burger (1 für mich, 2 für meinen Mr. G.)
300g Tatar
1 Zwiebel
3 Blätter Eisbergsalat (oder anderer beliebiger Blattsalat)
2 Tomaten
Gurkenscheiben
2 Gewürzgurken
3 Scheiben roher Schinken ohne Fettrand
3 EL Tomatenketchup
1 TL Senf
1 TL Honig
einige Spritzer Worcestersauce
Salz, Pfeffer, Chili (aus der Mühle)
3 Vollkorntoastbrötchen
2 TL Olivenöl

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Die Eisbergsalatblätter werden geputzt und die dicken festen unteren Strünke keilförmig herausgeschnitten, dann in grobe Stücke zerpflücken. Tomaten in Scheiben schneiden, ebenso die Salatgurke und die 2 Gewürzgurken. Alles beiseite stellen.

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Zwiebel schälen und in dünne Ringe schneiden. 2 Scheiben zurücklegen!
1 TL Öl in einen Topf geben und die Zwiebelringe darin andünsten, sie dürfen etwas Farbe nehmen. Evtl.einen Schluck Wasser zufügen oder 2 oder 3, die Zwiebelringe sollen nicht dunkel werden! Immer wieder wenden. Wenn dann die Farbe passt, das Wasser verdunstet ist, Zwiebelringe herausnehmen und beiseite stellen.

300g Tatar in eine kl. Schüssel geben, die zurückbehaltenen Zwiebelringe kleinst würfeln, dazugeben. Salz und Pfeffer und andere Gewürze nach Belieben zum Tatar geben und alles gut durchkneten.

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3 EL Ketchup in ein kl. Gefäß geben, 1 TL Senf, 1 TL Honig, Salz, Pfeffer, Chili aus der Mühle  und einige Spritzer Worcestersauce, dazugeben und vermengen.

3 Scheiben rohen Schinken (ohne Fettrand) längs halbieren und fettfrei in einer Pfanne fettfrei knusprig werden lassen.

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Das Tatar dann zu 3 flachen Patties formen und in 1 TL Olivenöl von jeder Seite 2 Minuten anbaten.
(Manch einer wundert sich, wie das in 1 TL Öl gehen soll. Es ist ganz einfach: 1 TL Öl in die Pfanne geben und mit dem Pinsel gleichmäßig verteilen, das geht! Wenn die Pfanne heiss genug ist, die Patties hineingeben, es muss nicht mal die höchste Stufe sein, die höchste Stufe wird oft überschätzt. Wichtig ist, dass die Pfanne heiss ist, wenn das Fleisch hineinkommt, dann klebt auch nix an. Und nicht ungeduldig nach 20 Sekunden versuchen, die Patties zu wenden!!)

In der Zeit die 3 Toastbrötchen teilen und toasten.

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Die 3 untere Hälften mit der Ketchupmischung bestreichen, Eisbergsalat,Gurkenscheiben, Patties, Tomaten, Gewürzgurken, Zwiebeln draufstapeln und die obere Hälfte des Toastbrötchens draufgeben. 10pp/Burger

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Dazu passt übrigens gut Eisbergsalat, mit weissem Balsamico, Salz, Pfeffer, etwas Öl und Kräutern. Je nach Belieben.