Krabbenbrot und Frühstücksei 7 : 0 (pescetarisch)

Nach einigen Durchhängern in den letzten Wochen gilt es heute, Reste zu vertilgen, aber den Tag trotzdem mit einem ww-tauglichen Frühstück zu beginnen. Da ich sowieso eher der herzhafte Typ bin spricht bei mir auch nichts gegen Krabben am Morgen (vertreibt Hunger und Sorgen).

Man nehme für eine Portion:

1 Scheibe Roggenvollkornbrot oder Pumpernickel
5-6 Radieschen
1 EL Frischkäse (0,2%)
2 EL Magerjogi (0,1%)
100g Krabben
Dill, Salz, Pfeffer
(wenn man Frühlingszwiebeln hat: die grünen Enden fein in Ringe geschnitten)
1  Ei
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Zuerst kocht man das Ei weich, mittel oder hart, je nach dem, wie man es mag. Währenddessen raspelt man 2 der Radieschen und verrührt diese dann mit den Krabben, Jogi und Frischkäse sowie Dill, Salz und Pfeffer. Dann ist auch bald das Ei fertig.

Dann gibt man diesen Krabbensalat auf die Brotscheibe und genießt. Das Ei nicht vergessen. Die restlichen Radieschen isst man so dazu.

Es ist eine sehr große Portion, die lange sättigt.

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An Sattmachertagen hat dieses Frühstück 0PP wenn man zählt hat’s 7 PP. Lässt man das Ei weg, was durchaus möglich ist, bleiben 5PP.

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Keine Lust am Herd zu stehen und trotzdem kochen…

Es ist mal wieder so weit. Ich habe keine Lust, mich abends nach der Arbeit an den Herd zu stellen, um die nächsten beiden Tage esstechnisch vorzubereiten. Ich habe einfach keine Lust. Ich merk das. Ich merk das bei mir sofort. Ich merk das morgens schon, wenns wieder so weit ist. Und wenn es dann so weit ist, kaufe ich entsprechend ein: lustlos. Dieses Mal: abgepacktes Putenfleisch. Keine Lust auf Auftauen, keine Lust auf Kochtopf. Kompromiss: in die Pfanne werfen. Aber auch auf „Pfanne Werfen“ habe ich heute: KEINE LUST. Was tun? Therapie? Problemkerze anzünden? Ich habe keine Problemkerze im Haus, auch ein neuer limonengrün-gelber Klodeckel will besorgt werden. Schlimm, wenn man im Internet die Kritiken (ob gut oder böse) zu Klodeckeln liest. Die bösen Kritiken zu den Holzgarnituren (hach, wie vornehm ich mich ausdrücken kann) kann ich bestätigen, leider. Dabei hatte das Teil vor 2 Jahren schon 50 Euronen gekostet, so ca. Nix Genaues weiss ich nicht mehr. Ihr seht, das hat jetzt nichts mit Kochen zu tun, aber mit meiner abgenervten Grundstimmung. Also hastete ich duch die Supermarktgänge und kaufte diese Putenschnitzel.

Jetzt eben besann ich mich meines Dampfgarers, der Griff vom Deckel hatte sich nach 8 Jahren gelöst, egal. Was muss, das muss. Und der Dampfgarer hat mehrere Vorteile: Sind die Vorbereitungen erledigt, hat man – außer Zeit – nichts mehr auf dem Zettel. Ok, der Salat, aber es gibt Bohnensalat, auch was Feines. Einfach, schnell und unkompliziert.

Man nehme (für 4 Portionen):

600g Putenbrust (500 wären besser)
1 kg Möhren (oder anderes Gemüse z.B. Kohlrabi)
8-10 Kartoffeln (je nach Größe)
Pfeffer, KEIN Salz, Paprikapulver
1 Dampfgarer
Wasser

für den Salat:

Wachsbrechbohnen
1-2 Zwiebel(n) je nach Größe
Salz, Pfeffer, Zucker, neutraler Essig, neutrales Öl (3 EL)

Der Frust hat nachgelassen und der Dampfi wird aus dem Schrank geholt, auf den Herd oder sonst wohin gestellt, Hauptsache, eine Steckdose ist in der Nähe. Den Dampfi mit Wasser befüllen usw. usw. Wer eine Dampfi hat, kennt das wirklich einfache Prozedere.

Kartoffeln waschen, wer will, der schält sie noch, ich will nicht, ich will gar nichts. Kartoffeln in den untersten Behälter werfen. Möhren putzen, wer will, der schält sie, ich will nicht. Möhren in Scheiben schneiden, in den 2. Behälter werfen. Putenbrustfleisch schneiden, dünne Seiten unterschlagen – sonst passt es nicht – mit Pfeffer und Paprika würzen und in den 3. Behälter legen.

Den untersten Behälter auf den Dampfi stellen, Deckel drauf und …. ja, Adam Riese. Die Kartoffeln brauchen ca. 45 Minuten, weniger oder mehr, eher weniger, aber sie werden nicht weich und ekelig, wenn sie zu lange dämpfen, das ist ja der Vorteil. Da wir aber noch andere Zutaten haben, stellen wir die Dampfi-Uhr auf 35 Minuten und schalten ein. Nix kocht über.

Das gibt uns Zeit, 1 Zwiebel zu schälen (da ist es unumgänglich) und fein zu würfeln. Bohnen abtropfen lassen, in eine Schüssel werfen, Zwiebeln, Salz, Pfeffer, Essig, Zucker drüber geben und gut ist. Öl kommt später.

Und wir? Wir haben jetzt ne halbe Stunde Ruhe, die Kartoffeln garen vor sich hin. Wir müssen auch nicht auf die Zeit achten, denn es macht „ping“, wenn die 35 Minuten um sind. Dann stellen wir die geschnippelten Möhren in Behälter „2“ drauf, und geben noch mal Vollgas, dann – nur kurz später – das Putenfleisch. Uhr auf 10 Minuten, und ab gehts.

Und dann ist plötzlich die Lust am Kochen wieder da.

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Wir „lurchen“ uns vegan durchs Leben mit Resten und Zeitdruck

Not macht erfinderisch. Zur Zeit: Zeitnot! Steht da eben mal wieder eine Tüte Bio-Champis vor der Tür, riesig, nech. Sagt nett: „Guten Abend“, tritt ein, legt sich in den Kühlschrank. Nee,nee. SOOO geht das nicht.

Also die Champis aus der Ruhe gerissen, und dabe noch so gefunden, was man wohl und so weiter und sofort.

Wir haben (nehmen, was wir haben!):

Champis
Zwiebeln
Kartoffeln
Salatgurken
Olivenöl
Sonnenblumenöl
Salz,Pfeffer, Kräuter

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Die Champis grob in Hälften oder Viertel schneiden, vorher Strünke raus, die kann man mitverwenden (ich tus) oder auch nicht.
Zwiebeln: teils würfeln, teils längs in halbe Ringe schneiden.
Lurch aus dem Schrank holen, Spaghetti-Dingens einsetzen.Kartoffeln waschen – nicht schälen, wenn man faul ist – und zu Spaghetti in eine Schüssel lurchen.WP_20150511_004

Gurken waschen, nicht schälen, in 10cm lange Stücke schneiden, in eine andere Schüssel lurchen. Zucker, Salz, Pfeffer draufgeben, etwas weissen Essig drüber, Kräuter nach Belieben und ziehen lassen (Öl kommt später). Es macht nichts, wenn der Salat Saft zieht, denn es gibt keine Sauce.WP_20150511_005Sonnenblumenöl über den Gurkensalat geben, vermengen.

Topf mit kaltem Wasser aufsetzen, zum Kochen bringen, und dann erst die Kartoffelspaggis rein, das ist sicherer, weil sie nur kurz garen dürfen, und wenn man sie in kochendes Wasser tut, hat man den besseren Überblick.

Im Bräter Olivenöl erhitzen, Zwiebeln und Pilze darin anbraten, Mit Pfeffer würzen, kurz vor Schluss frischen Estragon und frische Petersilie sehr feingehackt drüber.

Kartoffelspaggis ins kochende Wasser geben, ein paar Minuten kochen lassen, dann in ein Sieb geben zum Abtropfen. .WP_20150511_007

Auf Tellern anrichten (Salat nicht! separat, dann kann man die Kartoffelspaggis mit den Gurkensalatspaggis besser gemeinsam genießen).

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Guten Appetit.