Kartoffelsalat mit Portulak und abnehmbar

Eines abends schellte unsere Nachbarin mit einem Tablett. Darauf versammelt waren 2 Bio-Kohlrabi und ca. 200g Portulak (Tellerkraut). Portulak kannte ich dem Namen nach, aber das wars dann auch schon. So Blättriges will ja sofort verwendet werden, aber ich hatte ein Brot im Backofen und auf dem Herd stand bereits das Essen für den nächsten Tag. Was tun, sprach Zeus, ich hatte ja auch nicht die Zeit Frau Guhgel zu befragen. Also postete ich schnell eine Anfrage im ww-Forum. Dummerweise reagierte eine auf Krawall und Profilneurose gebürstete „Dame“, Guhgel würde helfen und überhaupt, ob ich nicht selbständig genug sei, zu suchen. Doch, das bin ich, aber ist stand Töpfe rührend am Herd. Eins ist gewiss, wenn ich mal wieder in Not nach SCHNELLEN Tipps bin, frag ich bei meiga an. Ich verfrachtete also den Portulak in einen Zip-Beutel und ab damit in den Kühlschrank. Das Zeug hält sich erstaunlich gut, stellte ich heute (2 Tage später) fest. Ich habe auch mittlerweile Frau Guhgel gelöchert, es gibt viele Rezepte. Allein, mir war nach Kartoffelsalat. Und T. Mälzer mit seinem Kartoffelsalat mit schwarzen Linsen und Brunnenkresse (nicht zu verwechseln mit der kleinblättrigen Supermarkt-Kresse) war auch noch in meinem Hinterkopf. Nicht, dass Brunnenkresse und Portulak geschmacklich irgendwie verwandt wären, Belugalinsen hatte ich auch nicht, aber farblich…. farblich wäre das doch geil, oder?

Man nehme (2 Portionen für gute Esser)

WP_20150326_001 WP_20150326_002

680g ungeschälte Kartoffeln (680: 1 mehr wäre zu viel gewesen, 1 weniger zu wenig)
2 Zwiebeln (fein gewürfelt)
1 Paprika
1 Salatgurke
1 Stange Staudensellerie (Bleichsellerie)
1 Zitrone
1 Apfel
250-300 ml Brühe (Instant oder selbstgebastelt)
Salz, Pfeffer
100g Portulak
3 EL Joghurt 0,1%
2 EL weisser Balsamico oder Weissweinessig
TK-Gartenkräuter oder frische Kräuter (Schnittlauch pp.)

Zuerst werden die Kartoffeln mit Schale gekocht, leicht abgekühlt, gepellt und in eine Schüssel geschnitten. Die Brühe bringt man mit dem Essig zum Kochen und gibt die  gewürfelten Zwiebeln dazu, kurz aufwallen lassen und über die Kartoffeln gießen, salzen und pfeffern, alles unterheben und kalt stellen.

WP_20150326_003 WP_20150326_005

Nun würfelt man die Paprika, die Salatgurke (mit oder ohne Schale). Den Sellerie von den Fäden befreien, längs in mehrere Streifen schneiden und dann auch sehr fein würfeln. Den Apfel nicht schälen, aber auch fein würfeln und mit dem Saft der ausgepressten Zitrone begießen, damit der nicht braun wird.

Vom Portulak unten ganz knapp die Wurzelansätze abschneiden und beiseite stellen.

Wenn das Kartoffel/Zwiebel/Brühe-Konglomerat ausgekühlt ist, wendet man es noch mal kurz umeineander und gibt das restliche Gemüse und Obst hinzu, den Joghurt nicht vergessen, Salz und Pfeffer drauf und Gartenkräuter. Gut vermengen.

Kurz vor dem Servieren kommt dann endlich der Portulak dazu.

WP_20150326_006

Nachdem ich das alles vermengt habe, sehe ich: Es ist definitiv mehr als 2 Portionen. Und sämtliche Zutaten sind auch für Sattmachertage geeignet. (an Sattmachertagen zieht man nur die Zutaten vom Wochenextra ab, die KEIN Sattmacher sind).

Da ich von 2 Portionen ausging, gibts pro Portion 7 Punkte, wenn ihr aus den Zutaten mehr Portionen bekommt (hier gerade der Fall), dann entsprechend ausrechnen.

1/4 Portion:

WP_20150326_007

Oder:

EINFACH GENIESSEN !!!

Gemüsepfanne mit Tatar

Sonne

Ist das nicht ein strahlendes Wetterchen? Kalt, das ja, also zumindest hier in Fishtown. Aber mit 2 Decken ließ es sich auch draußen in der Sauna am Pool aushalten. Dabei war ein Elsternpärchen zu beobachten, die Birkenzweiglein abknabberten und mit diesen zu ihrem Nest flogen. Gestern war ich mit dem Rad auf dem Wochenmarkt, das muss auch mal sein. Alltagsbewegung. Macht auch mehr Spaß, als im Fitti gegen die Wand zu radeln und die Endlosschleifen NTV ohne Ton zu schauen. Die sanften Kurse gibts nur morgens oder so spät abends, dass ich dann nicht mehr zum Kochen komme. Zu meiner Feierabendzeit gibts nur die Hardcore-Kurse. Und ich hasse es, wenn bei Sonnenschein Wände um mich herum sind. Nun gilt es aber Montag und Dienstag esstechnisch vorzubereiten. Dazu ist jetzt Zeit, die Wäsche flattert auf der Leine, der Mann ist beschäftigt und auch die Orchideen haben dicke neue Knospen. Man nehme für 4 Portionen: ZutatenBrühe konzentriert

4 kleine oder 2 normale Zwiebeln-100g
4 kleine Zucchini
20 Cocktailtomaten (hab ich nicht, ich nehme 5-6 normale Tomaten)
800g Blumenkohlröschen
1 EL Pflanzenöl
400g Tatar (Schabefleisch)
2-3 EL Weißweinessig
200g Exquisa fitline 0,2%
80 g Edamer gerieben (45%)
3-4 TL Sambal Olek
Und wir brauchen den großen 4-eckigen Bräter, bei 4 Portionen reicht die Pfanne nicht.

Zuerst garen wir die Blumenkohlröschen ca. 5-7 Minuten in der Brühe. Die besteht entweder aus 2 TL gekörnter Bio-Gemüsebrühe oder eben selbstgemachte Brühe,die hatte ich gestern aus Rosenkohlblättern, Sellerie und anderem Krams gemacht. Ob man nun die Brühe himself nimmt, oder das mit Salz konservierte pürirerte Restgemüse, ist egal. Ich nahm 3 TL aus dem Glas mit dem Pürrée. Blumenkohl Die Zucchini schneiden wir in Scheiben oder in halbe Scheiben, die Zwiebeln werden fein gewürfelt, Cocktailtomaten halbieren, normale Tomaten vierteln oder achteln. Edamer abwiegen und Frischkäse sowie Gewürze bereitstellen. Wer noch Schnittlauch hat oder Blattpetersilie: Kann auch mit ran. Das Öl wird in dem Bräter erhitzt, da kommen dann die Zwiebeln rein, anschwitzen, dann das Tatar dazu, krümelig anbraten, salzen und pfeffern. Jetzt die Zucchini dazu, den abgegossenen Blumenkohl, weiter dünsten/braten. Dann wird der Frischkäse und Sambal Olek untergerührt, mit Essig, Salz und Pfeffer verfeinern und mit dem Edamer bestreuen und abgedeckt etwas ziehen lassen.

Jetzt sind wir Montag und Dienstag auf der sicheren Seite.

WP_20150322_012

Gulaschtopf auf Vorrat oder für lieben Besuch

Gulaschtopf

Um Essen mit ins Büro zu nehmen, ist – trotz diverser TupperWarmmachBehältnisse – ein Eintopf doch am einfachsten zu bewerkstelligen.

Nach einem durchwanderten Wochenende an der Mosel

http://www.traumpfade.info/traumpfade-rhein-mosel-eifel/mosel/eltzer-burgpanorama/

mit abschließender Burgbesichtigung in Cochem, 2 Übernachtungen in Müden im Hotel Sewenig (unschlagbare Preise für Einzelreisende) mit Hirschgulasch und anderntags Pfeffersteak, hatte mich der Alltag wieder eingeholt. Montag hatte ich noch frei, konnte mich aber kaum bewegen. Es war kein Muskelkater, es waren die Kniekehlen und die Fußoberseite, die hauptsächlich katerten. Der Weg war wirklich traumhaft, bis, ja, bis wir zu der Steigung kamen nach der Mühle. Als echter Flachlandtiroler war es ungeübt eine Herausforderung, die ich aber bewältigt hatte. Dienstag und Mittwoch – ich gebs zu – gab ich mich beim Gong um 12.30 Uhr einem WW-Fertigmenue aus dem Kühlregal hin. Aber dann war Schicht im Schacht, es juckte mir in den Fingern, Einfach sollte es sein, vorratstauglich und lecker.

Ich konsultierte den Kühlschrank meines Vertrauens, da lag Staudensellerie. Jepp! Gebongt. Ich bemühte auch nicht irgendeinen Rezepteplaner, Rezeptgenie (dieses Feature bei ww liebe ich direkt), sondern wusste: Gulaschtopf. Warum das irgendwas mit Gulasch zu tun hat: keine Ahnung, ich nenne es so.

Man nehme:

500g mageres Fleisch (Rind, Geflügelbrust – je nach Belieben)
600g Kartoffeln
2 gr. Zwiebeln
2-3 Stangen Sellerie
4 Paprika (bunt oder grün)
2-3 Zehen Knoblauch
1 Dose Kidneybohnen
1 Dose Mais
3 Dosen verhackstückte Tomaten
2-3 Lorbeerblätter
1 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer, Chilli, Tabasco, Kümmel, Sternanis
100 ml Gemüsebrühe (selbstgemacht oder 1,5 TL gekörnte Biobrühe)

Zuerst guckt man, wo sich der große ovale gusseiserne Bräter im Schrank versteckt.

Man kann alle Zutaten nach und nach vorbereiten, aber ich bin so ein Mis en place Freak, weil ich Angst habe, sonst irgendetwas zu vergessen. Also:

Kartoffeln schälen und würfeln, Zwiebeln schälen und fein würfeln. Paprika waschen, entkernen und fein würfeln, Sellerie säubern und von den Fäden befreien, längs in 3 Stränge schneiden und auch fein würfeln. Fleisch abtupfen und in Würfel schneiden. Mais und Bohnen abtropfen lassen. Gewürze bereitstellen, Brühe zubereiten, Tomatendosen öffnen. Knobi schälen, grob in Stücke schneiden und mit 1 TL grobem Salz, Kümmel und Anis (beides frisch gemahlen) im Mörser zerstampfen.

Jetzt wird der Topf erhitzt, das Olivenöl hineingegeben und dann das Fleisch. Natürlich pappt das wg. der Hitze erst an. Macht nix. Umrühren, wenns geht. Das Fleisch muss keine Farbe ziehen. Dann geben wir auch bald Zwiebeln dazu, wenden wieder und nun folgen Kartoffeln, Paprika und Sellerie. Alles gut verrühren, kurz anschwitzen und dann mit der Brühe ablöschen. Wieder vermengen. Jetzt kommen schon die 3 Dosen Tomaten hinein, das Knobi-Salz-Anis-Kümmel-Gemisch, Chilli (auch aus der Mühle), Pfeffer, Tabasco und die Lorbeerblätter. Einmal kurz aufkochen, danach Bohnen und Mais dazu Hitze runter und für ca. 45 Minuten köcheln lassen.

Wenn alles fertig ist, in mikrowellen- und TK-geeignete Behältnisse portionieren.

Diese Menge reicht für 6 gute Portionen à 7 PP. Bei 8 Portionen sinds dann 5 PP.

Vollkornpasta mit Tunfischsauce

Schon lange hatte ich nicht mehr wirklich Pasta gegessen. Wenn man abnehmen will, glaubt man ja an alle Mythen, an denen sich Hans und Franz ne goldene Nase verdienen. Was nicht heisst, dass ww sich nicht auch ne goldene Nase verdient, aber ich gehe jetzt wieder befreit mit Kohle(n)hydraten  um. Man kam sich als Kartoffel- und Pastaesser ja schon fast aussätzig vor.

Also beschloss ich gestern, Vollkornpasta zu kochen, allerdings hatte ich kein mageres Hackfleisch im Haus. Warum nicht mal mit Tunfisch, davon waren noch 4 Dosen vorrätig. Und ich wollte nicht portionsweise kochen, sondern – wie gewohnt – das ganze Pfund.

Wer Interesse an WW-Abmessungen hat (wen das nicht interessiert, der scrolle zum nächsten Absatz.): man rechnet pro Person zwischen 50 g und 70g Trockengewicht. Beim Kochen verdreifacht sich das Gewicht also auf 150 g – 210 g. Je nach dem, wie man das nun zugrunde legt berechnet man sich die Punkte. Ich habe einfach beschlossen: 500 g trocken (1.500g gegart) sind 7 Portionen, also gut 200g pro Person gegart. Wem das zu wenig vorkommt: man ist inkl. Sauce nach diesem Teller satt. Es sei denn, man hat an dem Tag noch nichts gegessen und möchte eine Nudelorgie machen. Dann allerdings bietet sich ein Sattmachertag an. Das zu erklären, führe hier zu weit.

Man nehme:

500g Bio-Vollkornpasta (Spirelli oder Spaghetti oder oder oder)

3 Dosen Tunfisch in eigenem Saft und/oder Aufguss
1,5 große Paprika (Farbe egal)
2 große Zwiebeln
500 g passierte Tomaten
1 kl. Dose stückige Tomaten
1 EL Olivenöl
2-3 Zehen Knoblauch
2 EL Kapern oder 6 Kapernäpfel
Saft von 1/2 Zitrone
1 kl. gestrichener TL Gemüsebrühe
Salz, Pfeffer, 1 TL Zucker, Chili, Kräuter, z. B. Petersilie

Los gehts: Zwiebeln pellen und klein würfeln, Paprika auch klein würfeln. Wenn Kapernäpfel verwendet werden: diese auch würfeln. Knobizehen schälen, mit dem Messerrücken andrücken und auch in feine Würfel hacken. Tunfisch abgießen. Kräuter und Gewürze bereitstellen. 1/2 Zitrone auspressen.

Pasta nach Packungsanleitung garen in gesalzenem Wasser, abgießen. In einem beschichteten Topf das Öl erhitzen, Zwiebeln und Paprika anbraten und Farbe nehmen lassen. Dann kommen die Tomaten dazu (Dose und Tetra) und man würzt schon mal vorsichtig und lässt es kurz aufkochen und dann simmern. Den Tunfisch, Kapern und Knobi dazu, mitköcheln lassen. Weiter nach Bedarf würzen und Kräuter rein. Auch der Zitronensaft, Zucker und der TL Brühe kann rein.

Dann ist das auch schon ganz unspektakulär fertig.

Wer zählt: füllt sich seine Portion (9-10P) ab. Der Rest ist für Nichtzähler.

Wer nen Sattmachertag hat: First come, first serve !

Und wer will, streut sich noch Käse drüber, den aber dann extra berechnen!

2

Kräuterseitlinge mit Chiccorée Salat (vegan) – TY @Schnippelboy

WP_20150227_003

Da lagen sie genau an dem Tag vor der Tür, als Schnippelboy seine Seitlinge postete. Und da sie nach der Pfanne schreien, habe ich diesem Schreien ein Ende bereitet. Dann lagen noch Champis vor der Tür. Also, alles was vor der Tür liegt, ist aus dem Bio-Laden, und da auch dort die Kundschaft optische Unversehrtheitshansprüche hat, kommen wir so richtig in den Genuss von lauter Bio-Produkten. Nebenbei geben sich Kollegen der Rinderhaltung hin, Geflügel im Garten und auch Jäger nutzen Vollmondnächte auf dem Hochsitz. Die Versorgung ist also gesichert.Eigentlich warte ich nur darauf, dass der Jäger mir mal was vor dieTür legt.

Aber für die Pilze und den Salat brauchen wir weder Geflügel- noch Rinderhirten. Heute ist ohne Fleisch. Und ohne Fleischprodukte.

Wir brauchen für 2 Portionen:

Pilze (hier: Seitlinge und Champis)
1 Zwiebel
1 Bd. Frühlingszwiebeln
fr. Blattpetersilie
2-3 Zehen Knoblauch
1 EL Pflanzenöl
Salz, Pfeffer

Chiccorée
1 Orange
Saft von 1/2 Orange und 1 Zitrone
1EL Pflanzenöl
Salz, Pfeffer

WP_20150227_004

Die Pilze werden geputzt und je nach gusto geschnitten. Zwiebel pellen, „Bürzel“ ab und längs in Scheiben schneiden. Frühlingszwiebeln putzen und in Stücke schneiden. Blattpetersilie fein hacken. Knoblauch schälen, andrücken und in kleine Stücke schnippeln.

In einem Bräter erhitzen wir 1 EL Öl und werfen zuerst die grob längs halbierten Seitlinge  hinein.und braten sie gut an, Dann kommen Champis und Zwiebel dazu; alles gut vermengen und weiter bräteln lassen, Hitze etwas runter.

WP_20150227_007 WP_20150227_008

Jetzt den Chiccorée putzen und längs halbieren, in Scheiben schneiden. Die Orange wird aufs Fleisch filetiert und die Filets werden zum Chiccorée gegeben. Zitrone und 1/2 andere Orange auspressen, 1 EL Öl dazugeben, Salz, Pfeffer dazu, umrühren und durchziehen lassen.

WP_20150227_005 WP_20150227_006 WP_20150227_010

Jetzt können auch die Frühlingszwiebeln zu den Pilzen, evtl. schon salzen, pfeffern, und ganz evtl. ein Schluck Wasser dran.

Kurz vor dem Servieren kommt die Petersilie mit dabei, nochmal umrühren, Dressing über den Salat geben und anrichten.

WP_20150227_009 WP_20150227_011

Das Ganze hat 3 PP / Portion (alle Punkte aus dem Öl)